Finance Guy MaskottchenFinance Guy

Finanzrechner

Zinseszins, Sparpläne und Kreditraten kostenlos berechnen – mit interaktiven Charts und Ergebnistabellen.

Finanzrechner: Bessere Entscheidungen durch klare Zahlen

Finanzielle Entscheidungen sind oft komplex und langfristig. Ob du einen Sparplan aufsetzen, einen Kredit aufnehmen oder die Wirkung des Zinseszinseffekts verstehen möchtest — unsere kostenlosen Finanzrechner helfen dir, verschiedene Szenarien durchzuspielen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Kein Bauchgefühl, keine Verkaufsgespräche, sondern Mathematik.

Warum Finanzrechner so wichtig sind

Das menschliche Gehirn ist schlecht darin, exponentielles Wachstum intuitiv zu erfassen. Wenn du hörst „7 % pro Jahr über 30 Jahre", klingt das nach einer überschaubaren Rendite. In Wahrheit versiebenfacht sich dein Kapital dabei nahezu. Diese Fehleinschätzung führt dazu, dass viele Menschen die Kraft des langfristigen Investierens unterschätzen — und gleichzeitig die wahren Kosten von Krediten und Gebühren nicht realisieren.

Unsere Rechner machen diese unsichtbaren Effekte sichtbar. Sie zeigen dir nicht nur das Endergebnis, sondern auch den Weg dorthin: Wie sich dein Vermögen Jahr für Jahr entwickelt, wie viel du an Zinsen zahlst und wie sich kleine Änderungen an Sparrate, Rendite oder Laufzeit auf dein Gesamtergebnis auswirken.

Nutze die Rechner als Planungswerkzeug

Spiele immer mehrere Szenarien durch: ein optimistisches, ein realistisches und ein konservatives. So bekommst du ein Gefühl für die Bandbreite möglicher Ergebnisse und bist besser vorbereitet — egal wie sich die Märkte entwickeln.

Unsere Rechner im Überblick

Zinseszinsrechner: Berechne, wie sich dein Kapital über die Zeit durch den Zinseszinseffekt entwickelt. Ideal für die Langzeitplanung und um zu verstehen, warum Zeit der wichtigste Faktor beim Vermögensaufbau ist.

ETF-Sparplanrechner: Simuliere einen ETF-Sparplan mit realistischen Kosten. Perfekt für alle, die wissen wollen, was aus ihrer monatlichen Sparrate über 10, 20 oder 30 Jahre wird.

Fonds-Sparplanrechner: Vergleiche die Auswirkungen von Ausgabeaufschlag und Verwaltungskosten (TER) auf dein Endvermögen. Macht transparent, was aktive Fonds dich wirklich kosten — und warum sich ein Blick auf die Gebühren immer lohnt.

Kreditrechner: Berechne monatliche Raten, Gesamtkosten und Zinslast für verschiedene Kreditszenarien. Vergleiche Laufzeiten und Tilgungsraten, um die optimale Finanzierung zu finden.

Grundlagen der Finanzplanung

Bevor du die Rechner nutzt, solltest du einige Grundlagen der Finanzplanung kennen, die für alle Berechnungen relevant sind:

Notfallreserve aufbauen: Bevor du investierst, solltest du 3–6 Monatsgehälter als Notfallreserve auf einem Tagesgeldkonto haben. Dieses Geld gibt dir Sicherheit und verhindert, dass du in Notsituationen Investments zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen oder teure Kredite aufnehmen musst.

Schulden tilgen: Hochverzinste Schulden (Dispo, Kreditkarten) sollten immer zuerst getilgt werden. Ein Dispokredit mit 12 % Zinsen zu tilgen ist die beste „Rendite", die du risikofrei erzielen kannst.

Realistische Erwartungen: Langfristige Durchschnittswerte (6–8 % für Aktien, 2–3 % für Festgeld) sind gute Richtwerte. In einzelnen Jahren kann die tatsächliche Rendite stark abweichen. Plane konservativ und freue dich über positive Überraschungen.

Inflation berücksichtigen: Eine Nominalrendite von 7 % klingt gut, aber bei 2 % Inflation bleiben real nur 5 % übrig. Alle unsere Rechner zeigen nominale Werte — rechne die Inflation bei deiner Planung mit ein.

Die richtige Reihenfolge
  1. Notfallreserve aufbauen (3–6 Monatsgehälter). 2. Hochverzinste Schulden tilgen. 3. Sparerpauschbetrag ausschöpfen. 4. Langfristig in breit gestreute ETFs investieren. Diese Reihenfolge gilt für die allermeisten Lebenssituationen und bildet das Fundament solider Finanzplanung.

Häufige Irrtümer bei der Finanzplanung

„Investieren lohnt sich erst mit viel Geld." Falsch. Dank kostenloser Sparpläne kannst du ab 25 Euro monatlich investieren. Über Jahrzehnte machen auch kleine Beträge dank Zinseszins einen enormen Unterschied.

„Ich fange an, wenn der Markt günstig ist." Market Timing funktioniert erwiesenermaßen nicht — selbst Profis scheitern daran. Der beste Zeitpunkt zum Starten ist immer jetzt. „Time in the market beats timing the market."

„Niedrige Raten sind immer besser." Niedrigere Raten bedeuten längere Laufzeiten und damit höhere Gesamtkosten. Bei einem Kredit über 200.000 Euro mit 3,5 % Zins kostet eine Laufzeitverlängerung von 20 auf 30 Jahre über 50.000 Euro zusätzliche Zinsen.

„Aktive Fonds sind sicherer als ETFs." Aktive Fonds investieren in dieselben Märkte wie ETFs — das Marktrisiko ist identisch. Sie sind nur teurer. Die einzige „Sicherheit", die sie bieten, ist die Gewissheit höherer Kosten.

Regelmäßig planen, nicht einmalig

Finanzplanung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess. Deine Lebensumstände ändern sich — Gehaltserhöhungen, Jobwechsel, Familiengründung, Immobilienkauf — und deine Finanzstrategie sollte sich mitentwickeln.

Nimm dir alle 6–12 Monate Zeit, deine aktuelle Situation zu prüfen: Passt deine Sparrate noch? Stimmen deine Annahmen zur Rendite? Hast du neue Ziele? Unsere Rechner sind dafür das perfekte Werkzeug — sie helfen dir, Änderungen schnell durchzurechnen und deine Strategie anzupassen.

Häufig gestellte Fragen zur Finanzplanung

Eine verbreitete Faustregel ist die 50-30-20-Regel: 50 % des Nettoeinkommens für Fixkosten, 30 % für persönliche Ausgaben und 20 % zum Sparen und Investieren. Bei 2.500 Euro netto wären das 500 Euro. Aber auch 10 % oder weniger sind besser als nichts. Wichtig ist, überhaupt anzufangen und die Rate im Laufe der Zeit zu steigern. Automatisiere deine Sparrate per Dauerauftrag, damit du gar nicht erst in Versuchung kommst, das Geld auszugeben.

Grundsätzlich gilt: Hochverzinste Schulden zuerst tilgen. Wenn dein Kredit 8 % Zinsen kostet, ist die Tilgung eine risikofreie Rendite von 8 % — das schafft kaum ein Investment. Bei niedrig verzinsten Schulden (z. B. Immobilienkredit mit 2–3 %) kann paralleles Investieren sinnvoll sein, da die erwartete Aktienrendite höher liegt. Die Entscheidung hängt von deiner Risikobereitschaft und deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab.

Für die meisten Menschen nicht. Das aktuelle Rentenniveau liegt bei etwa 48 % des Durchschnittslohns, Tendenz sinkend. Wer im Ruhestand den gewohnten Lebensstandard halten möchte, muss privat vorsorgen. Nutze unseren Zinseszinsrechner, um zu berechnen, wie viel du bis zur Rente ansparen kannst — und wie viel monatliche „Zusatzrente" daraus resultieren könnte.

Das hängt von deiner aktuellen Situation ab. Wenn du mit dem Sparen anfangen willst, ist der ETF-Sparplanrechner der beste Startpunkt. Wenn du bereits einen Fonds-Sparplan hast und die Kosten prüfen möchtest, nutze den Fonds-Sparplanrechner. Für die Planung einer Finanzierung ist der Kreditrechner das richtige Tool. Und wenn du generell verstehen willst, wie sich Geld über die Zeit vermehrt, fange mit dem Zinseszinsrechner an.

Unsere Rechner liefern mathematisch exakte Ergebnisse auf Basis der eingegebenen Parameter. In der Realität schwanken Renditen natürlich von Jahr zu Jahr — ein ETF bringt nicht jedes Jahr genau 7 %. Die Rechner zeigen dir den erwarteten Mittelwert bei konstanter Rendite. Für eine konservative Planung empfehlen wir, mit einer um 1–2 Prozentpunkte niedrigeren Rendite zu rechnen als historisch üblich. So bist du auf der sicheren Seite.

Aktuell rechnen unsere Tools mit Brutto-Renditen vor Steuern. In Deutschland fällt auf Kapitalerträge die Abgeltungssteuer von ca. 26,375 % an (25 % Abgeltungssteuer + Solidaritätszuschlag, ggf. zzgl. Kirchensteuer). Aktien-ETFs profitieren von der Teilfreistellung (30 % steuerfrei). Um eine grobe Nachsteuerrendite zu ermitteln, reduziere die Brutto-Rendite um ca. 1,5–2 Prozentpunkte. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Ehepaare) bleibt steuerfrei.